Radtour_Zurueck_nach_WesterborkFrieden und Freiheit sind keine Selbstverständlichkeit in Europa. Die Friedensradtour „Zurück nach Westerbork“ vom 18. bis 31. August 2021 setzt ein Zeichen und vermittelt die Lehren aus dem Zweiten Weltkrieg besonders der jüngeren Generation. Björn Thümler, Minister für Wissenschaft und Kultur des Landes Niedersachsen, hat die Schirmherrschaft übernommen.

 

„Mit dem Frieden ist es wie mit dem Radfahren: Man muss sich ständig engagieren und in Bewegung bleiben. Es ist nicht selbstverständlich, dass das Rad oder auch die Geschichte so weiterläuft“, sagt Peter Junge-Wentrup, Vorsitzender des Vereins „Gemeinsam Erinnern für eine Europäische Zukunft“ e.V. (GEEZ e.V.), der seinen Sitz in Münster hat.
„Gemeinsam mit unserem Partner, der Stiftung „Zurück nach Westerbork“, und allen Teilnehmenden setzen wir ein weithin sichtbares Zeichen für Frieden und Freiheit in Europa.“

 

Das einzigartige niederländisch-deutsch-polnische Gemeinschafts-Event erinnert an das Ende des Zweiten Weltkriegs und des Holocaust vor 76 Jahren. In der niederländischen Provinz Drenthe hatten die deutschen Besatzer in den 1940er Jahren das Durchgangslager Westerbork zur Vorbereitung von Deportationen nach Auschwitz und Sobibór genutzt. Mehr als 107.000 Jüdinnen und Juden – unter ihnen Anne Frank - wurden von dort aus zu Vernichtungsorten im Osten verbracht. Nur etwa 5.000 von ihnen überlebten.

 

Die Friedensradtour „Zurück nach Westerbork“ vollzieht den Weg der deportierten Juden entlang der ehemaligen Eisenbahnstrecke in entgegengesetzter Richtung nach und steuert Lernorte der Geschichte an. Beginnend in Oświęcim in Polen werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zunächst die Gedenkstätte Auschwitz, den Symbolort des Holocaust, besuchen. Weitere Stationen sind die Frauenkirche Dresden, das Dokumentationszentrum KZ Bergen-Belsen, das Haus der Wannseekonferenz in Potsdam, der Denkort Bunker Valentin in Bremen und die Gedenkstätte Esterwegen. Das Ziel ist der heutige Erinnerungsort Kamp Westerbork. Die zu fahrende Strecke beträgt etwa 850 Kilometer. Die Friedensradtour war ursprünglich für 2020 geplant, wurde aber wegen der Corona-Pandemie verschoben. 

  

Interessierte benötigen ein Rennrad und eine ausreichend gute Kondition für Tagesetappen bis zu 125 Kilometer Länge. Anmeldungen und weitere Informationen unter https://geez-ms.org/friedensradtour/.

 

 Über die Radtour „Zurück nach Westerbork"
Die Friedensradtour „Zurück nach Westerbork“ vom 18. bis 31. August 2021 lenkt den Blick auf 75 (+1) Jahre Frieden und Freiheit in Europa: Sie beginnt mit der gemeinsamen Anreise nach Polen und einer Besichtigung der Gedenkstätte Auschwitz. Die Radtour nach Westerbork soll der jungen Generation deutlich machen, dass Frieden und Freiheit keine Selbstverständlichkeit sind. Man muss sich ständig engagieren und in Bewegung bleiben – genau wie beim Radfahren. Die Radtour steuert markante Orte der Erinnerung an und möchte die Lehren aus dem Zweiten Weltkrieg an die junge Generation weitergeben. Ursprünglich war die Tour für das Frühjahr 2020 geplant. Neu geplant wird sie nun für den Zeitraum vom 18. bis 31. August 2021. Sollte bedingt durch die Corona-Pandemie erneut eine  Verschiebung erforderlich sein, werden die angemeldeten Teilnehmerinnen und Teilnehmer und die Medien rechtzeitig informiert.

 

Nähere Informationen und Anmeldungen unter https://geez-ms.org/friedensradtour/