Enduro2_Davos_Stage9_Gotschna_Foto-AlphafotoEnduro2 Davos Stage 9 Gotschna (Foto: Alphafoto)Das Mountainbike-Rennen Mondraker Enduro2 in der Bündner Destination Davos Klosters findet vom 5. bis 7. September 2019 bereits zum dritten Mal statt. Es ist eines der raren Enduro-Rennen für Zweierteams in Europa und findet dementsprechend Anklang in der internationalen Mountainbike-Szene. Beim längst ausverkauften Rennabenteuer stehen für die 450 Teilnehmer die erstklassigen Trails der Region Davos Klosters sowie die Kollegialität im Vordergrund. Diesmal sind ein paar ganz besondere Teams im Teilnehmerfeld. Zudem werden auf 2020 hin spannende Neuerungen angekündigt.


Wie bei einem richtigen Enduro-Rennen werden auch bei Mondraker Enduro2 pro Tag mehrere sogenannte «Stages», also gemessene Abschnitte gefahren. Diese führen vorwiegend bergab und dauern jeweils einige Minuten. Zwischen diesen Abfahrten auf den besten Trails der Region Davos Klosters legen die Teilnehmer verschiedene Transfer-Etappen ohne Zeitmessung zurück, oft unterstützt von Bergbahnen.

Dies lässt Zeit, die eindrückliche alpine Kulisse der Bündner Berge zu geniessen oder mit anderen Rennteilnehmern aus ganz Europa und sogar Übersee zu plaudern und die internationale Bike-Community zu pflegen. Denn nur rund die Hälfte der Rider kommen aus der Schweiz. Ausserdem teilen die Fahrer das ganze Abenteuer mit ihrem Teampartner, was die Freude bekanntlich verdoppelt. Das Rennformat ist denn auch sehr beliebt: Der Anlass war innerhalb von 30 Tagen ausverkauft und die Warteliste ist lang.


Die attraktivsten Trails um Davos Klosters
In den drei Renntagen legen die 450 Teilnehmer aus 24 verschiedenen Ländern in 225 Teams insgesamt rund 120 Kilometer zurück, überwinden knapp 1500Enduro2_Davos_TransferStage4_Gotschna_Foto-KathrinSennEnduro2 Davos TransferStage4 Gotschna (Foto:Kathrin Senn) Höhenmeter und fahren gut 12'000 Meter bergab. Die Trails sind abwechslungsreich und attraktiv – mitunter aber auch technisch anspruchsvoll, da es sich ausschliesslich um natürliche Wege und nicht um ausgebaute Flowtrails handelt. Ein gewisses Fahrniveau auf dem Mountainbike ist also Voraussetzung für viel Spass bei Mondraker Enduro2. «Unser Ziel ist es, erfahrenen Mountainbikern in bester Gesellschaft die schönsten Trails der Destination Davos Klosters zu zeigen», so Britta Wild vom äusserst kleinen Organisationskomitee. «Auch dieses Jahr kommen Wieder-holungstäter auf ihre Kosten: Rund 50% der Strecken sind neu, denn das Bike-Mekka um Davos Klosters lässt sich nicht in drei Tagen abfahren und hat noch viele Trail-Perlen zu bieten.» Die Veranstalter sind als nicht-kommerzieller Verein organisiert und der Anlass ist sehr familiär. Das Motto ist «Von Bikern für Biker! » – entsprechend locker ist die Stimmung am Event: «Auch wenn es letztlich ein Rennen ist – verbissen ist hier niemand. Die Kameradschaft steht bei allen im Vordergrund!», so Britta Wild.


Snowboardprofi Nevin Galmarini und Gehrig-Twins am Start
Entsprechend bunt durchmischt ist das Teilnehmerfeld, welches in die Kategorien Männer, Frauen, Mixed und neu 77+ eingeteilt ist. Auch die Altersspanne ist mit 18 bis 60 Jahren beträchtlich. «Wir freuen uns sehr, dieses Jahr den Snowboard-Parallel-Slalom-Olympia-Sieger und -Weltcup-Gewinner Nevin Galmarini bei Mondraker Enduro2 dabei zu haben», erzählt Britta Wild. Galmarini geht im Mixed-Team mit der Top-Bikerin Stefanie Thalmann an den Start. Dass seine Teamkollegin schneller ist, als er, stört den siegesver-wöhnten Snowboardprofi aber nicht – im Gegenteil: «Das Biken habe ich erst vor rund sieben Jahren ent-deckt und fahre sehr gerne mit Leuten, die besser sind, als ich, so wie Steffi. So kann ich immer wieder dazulernen – sofern ich es überhaupt schaffe, an ihr dranzubleiben…» Dranbleiben ist auch das Motto im Damenfeld, welches sich in diesem Jahr erfreulicherweise verdoppelt hat. Als klare Favoritinnen starten hier die Enduro-Profis Anita und Caro Gehrig, bekannt als die «Gehrig-Twins». Obwohl sie in ihren ande-ren Rennen normalerweise solo fahren, sind sie auch im Team stark: «Als Zwillinge sind wir ständig und schon immer als Zweierteam unterwegs. Wir kennen uns in- und auswendig und absolvieren unser gesamtes Training zusammen. Für uns ist es also das Normalste auf der Welt, hintereinander einen Trail runterzujagen. Hauptsächlich wollen wir in Davos Enduro2_Davos_Stage1_Jakobshorn_Foto-KathrinSennEnduro2 Davos Stage1 Jakobshorn (Foto: Kathrin Senn)aber Spass haben», verraten die beiden. Dies wollen auch Pascal Bollier und Bernie Senn in der Kategorie 77+, obwohl sie aus besonders traurigem Anlass als Team «Long live Kräutersammler» antreten: «Wir fahren in Gedenken an unseren Freund und Familien-vater Michael Monstein, der im Januar mit nur 40 Jahren an Krebs gestorben ist. Er hätte diesen Anlass geliebt und so wollen wir ihn weiterhin mit auf unsere Abenteuer nehmen und die Erinnerungen an ihn immer wieder aufleben lassen», erklären die zwei. Am meisten Wettkampf ist in der Männerkategorie zu erwarten, sind doch die drei besten Teams vom Vorjahr allesamt wieder in gleicher Besetzung am Start. Doch auch die Ex-Bike-Profis Nick Beer und Daniel Eymann, denen klar eine Favoritenrolle zukommt, bleiben bescheiden: «Der Event bietet eine tolle Balance aus Spass und Rennen. Gepaart mit den top Trails und der malerischen Kulisse rund um Davos ist das schlicht die perfekte Mischung. Auch das Team-Rennformat ist toll. Wir wollen primär Spass haben und Vollgas geben. Was dabei herauskommt, werden wir dann sehen…» Weiterführende Interviews mit den erwähnten und weiteren besonderen Teams sind zu finden auf https://enduro2.ch/category/news.


50 freiwillige Helfer
Mondraker konnte auf diese Austragung hin als Titelsponsor gewonnen werden und hat sich für mindes-tens drei Jahre verpflichtet. Unterstützt wird das Organisationskomitee des Anlasses zusätzlich vor allem durch die Bergbahnen Davos Klosters und die Tourismusorganisation. «Ohne diese Partnerschaften könn-ten wir den Event definitiv nicht stemmen», so Britta Wild. Aber auch die Arbeit der Trail Crew Davos, die die Wege der Destination in Schuss hält, ist unverzichtbar. «Weiter werden wir von Graubünden Sport un-terstützt und pflegen Partnerschaften mit verschiedenen anerkannten Bike-Hotels im Ort», erklärt Britta Wild weiter. So können Teilnehmer des Mondraker Enduro2 zusätzlich zum Rennen ein All-Inclusive-Package mit Übernachtung und Zusatznächten zu äusserst attraktiven Konditionen buchen. Zudem sind während dem Event etwa 50 freiwillige Helfer im Einsatz. Wer sich als Streckenposten engagieren und den Event hautnah miterleben möchte, meldet sich direkt im Swiss Volunteers Tool via Event-Webseite an.


Zuschauer willkommen
Auch Zuschauer sind am Mountainbike-Rennen willkommen. «Unser Eventgelände liegt beim Bolgen in Davos Platz, unmittelbar neben der Talstation der Jakobshornbahn», erklärt Britta Wild. «Ab 8 Uhr morgens kann man die Starts der Biker mitverfolgen, ab ca. Mitte Nachmittag trudeln die Rennfahrer nach und nach im Ziel ein. Verpflegung gibt es da natürlich auch.» Interessierte dürfen mit ein wenig Abstand auch auf der Rennstrecke zuschauen. Welche Bahnen und Trailabschnitte wann benutzt werden, wird bei den Bergbahnen kurz vor dem Rennen ausgehängt.


Ab 2020: Neuer Eventname und angepasstes Konzept
Ab nächstem Jahr wird das Team-Enduro-Plauschrennen für erfahrene Mountainbiker in Davos Klosters unter einem neuen Namen und mit einem leicht veränderten Konzept aber gleichbleibender, bewährter
Ideologie durchgeführt. Details dazu sowie neue Weblinks werden während dem Event 2019 nächste Woche bekanntgegeben. Mondraker bleibt dabei dem mittlerweile sehr etablierten Enduro-Event in Davos auch zukünftig als Titelsponsor erhalten.

https://www.enduro2.ch/