Auch in diesem Jahr traf sich die Bike-Elite zum Saisonende vom 25. bis 28. September 2014 beim MountainBIKE Testival in Brixen. Das ganz Besondere in diesem Jahr war der Umzug des Expo-Areals vom Sportplatz in die wunderschöne Brixner Altstadt. Im Glanz des Domes konnte jeder, ob Profi oder Laie, leidenschaftlicher Biker oder Radliebhaber die neuesten Modelle testen und auf unterschiedlichsten geführten und nicht-geführten Touren die Schönheit des Eiscktals, der Trails rund um Brixen und den Hausberg Plose genießen.
Auf dem neu eingeweihten Plose Single Trail „Flow 6.6 KM“ kamen auch die abenteuerlustigsten Mountainbiker auf ihre Kosten. Für den bequemen Shuttle-Service von der Expo zur Bergbahn Plose sowie auf den Pfeffersberg sorgten die luxuriösen Gefährte von Jaguar und Land Rover. Außerdem beeindruckte der Automobilhersteller Land Rover seine Kunden mit Testfahrten im Off Road-Parcours.

Ganz nach dem Motto „nach der Saison ist vor der Saison“ wurden in Brixen die Highlights für das Mountainbike-Jahr 2015 nicht nur präsentiert, sondern auch ihre Performance getestet. Rund 50 Aussteller, darunter CONWAY, HAIBIKE, MUC-OFF, SCOTT, GIANT, CUBE, ROCKY MOUNTAIN, FELT, EVOC und BMC, um nur einige zu nennen, boten eine riesige Auswahl an brandneuen Mountainbikes, Bekleidung und anderem Bikezubehör an, das die Testival-Teilnehmer auf Herz und Nieren prüften.
Doch neben den passionierten Mountainbikern kamen auch Fans des motorunterstützten Radfahrens in Brixen auf ihre Kosten. CONWAY wartete mit seinem gesamten Fuhrpark auf und ließ damit keine Wünsche der Testival-Teilnehmer unerfüllt: E-Bikes verschiedener Klassen, Preiskategorien und Leistung – und das Highlight: Ein Fully mit 2.000 Watt Spitzenleistung, 160 mm Federweg und nur 22 Kilo schwer. Optimal für einen ersten Eindruck der E-Bikes war die kleine Runde auf dem CONWAY-Testparcours direkt am Testival-Gelände geeignet.
Und wem der Parcours oder auch eine kleine Brixen-Rundfahrt nicht ausreichte, den verwöhnte HAIBIKE mit einer Auswahl geführter Touren: Vier Tage, vier verschiedene Strecken, für Einsteiger und Fortgeschrittene. Auf den kostenlosen ePerfomance-Touren durch Brixens wunderschöne Umgebung wie den Keschtnweg und das Eisacktal mussten die HAIBIKE-Kunden zwischen 700 und 1.000 Höhenmeter in je rund vier Stunden bewältigen.
Doch damit nicht genug: Veranstalter MountainBIKE bot in Kooperation mit lokalen Bike-Guides eine Vielzahl an Touren an. Von Lady-Touren mit den Gravity-Queens Antje Kramer und Steffi Marth über anspruchsvolle Freeride-Touren mit prominenter Begleitung von Guido Tschugg, Marcus Klausmann oder Tibor Simai bis hin zu halb- und ganztägigen Cross-Country-Touren für Anfänger wie Fortgeschrittene. Die Bedingungen rund um Brixen hätten dafür nicht besser sein können: Ein abwechslungsreiches Tourengebiet mit spannenden Single Trails, knackigen Anstiegen, spaßigen Downhill-Passagen und Sonne satt. Und damit die Leih-Bikes nach dem ein oder anderen satten Downhill auch wieder sauber zurück zum Aussteller kamen, sorgte MUC-OFF mit einer Bike-Wash-Station für die perfekte Hochglanz-Wäsche.
Ein weiteres Highlight stand am Freitagnachmittag an: Um 16.30 Uhr wurde der Plose Single Trail „Flow 6.6 KM“ offiziel eröffnet. Der abwechslungsreiche Trail, der von der Bergstation Plose auf 2.050 Metern zur rund 900 Höhenmetern tiefer gelegenen Talstation führt, überzeugte die ersten Biker mit seinem besonderen Flow. Auch für Newcomer fahrtechnisch problemlos zu bewältigen, bietet die neue Attraktion auf der Plose mit zahlreichen
Steilkurven auch bei Experten für den höchsten Nervenkitzel.
Und wem die eigenen Pferdestärken und E-Bikes noch nicht ausreichten, der konnte sich auf dem Land Rover Off Road-Parcours an ganz anderen Kräften erfreuen. Mit den Modellen Range Rover Evoque und Discovery wurden die Testival-Teilnehmer über eine von allen vier Seiten befahrbare Rampe mit bis zu 100 Prozent bei 45 Grad Steigung gefahren bzw. gefühlt geschossen und konnten dabei das Potenzial der Luxus-Karossen hautnah erleben. Vorwärts, rückwärts über die steilste Passage, mit zeitgleich zwei Reifen in der Luft - ein Hauch von Achterbahn.
Zudem boten Jaguar und Land Rover für die Biker samt fahrbarem Untersatz einen luxuriösen, bequemen Shuttle-Service von der Expo zur Talstation der Plose-Bergbahn und nach Gereuth an.
Für die musikalische Unterhaltung war ebenfalls gesorgt: Die Pamstiddn Kings heizten den Testival-Teilnehmern, Bike-Fans, Ausstellern und Organisatoren am Samstagabend bei der Riders-Party im Cafè Absolut ordentlich ein.
Zum Abschluss des mehr als gelungenen MountainBIKE Testivals durften dann auch die Kleinsten ran. Bei der SCOTT Junior Trophy, einer der größten Mountainbike-Kinderrennserien, stand zwar der Spaß im Vordergrund, doch der Gedanke an Medaillen und tolle Preise von SCOTT weckte bei den 88 Kindern im Alter von drei bis 14 Jahren größten Ehrgeiz. Auf dem rund 500 Meter langen Rundkurs mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden durch die Brixner Altstadt traten auch schon die Minis ordentlich in die Pedalen und schnupperten erste Rennluft.

30.09.2014

 

Spannender Showdown an diesem Wochenende in Treuchtlingen: Beim letzten Stopp der European Enduro Series wurde nicht nur um den Tagessieg, sondern auch um die finale Platzierung in der Serienwertung gefahren.

Das letzte Rennen der European Enduro Series konnte mit gleich zwei Premieren aufwarten: Mit Treuchtlingen fand zum ersten Mal ein Stopp der Serie in Deutschland statt. Die relativ kurzen, dafür aber umso abwechslungsreicheren und technisch anspruchsvollen Trails konnten dabei die über 230 Teilnehmer auch außerhalb des Kampfes um Punkte und Sekunden begeistern. Die bewaldeten Hänge des Altmühltals boten mit Steilabhängen, Felsdrops, natürlichen Anliegern und jeder Menge losem Gestein interessante Stages. Die unterschiedlichen Abfahrten mussten sich mit den vielen kniffelig zu fahrenden Einzelstellen und zahlreichen Variationsmöglichkeiten nicht hinter den alpinen Rennstrecken der vorherigen Serienstopps verstecken. Das zweite Novum: Es fiel das erste Mal über die gesamte Veranstaltung kein Tropfen Regen! Und das war gut so, denn der Treuchtlinger Untergrund ist auch ohne Bewässerung rutschig genug. So galt es bereits auf den frisch angelegten ersten beiden Stages auf losem Untergrund nicht die Kontrolle zu verlieren und konstant zu fahren. Auf der dritten Stage ging es nach einem tretintensiven Start per Anlieger durch zwei alte Bombenkrater. Hier hieß es sich beherzt in die Schräge kippen und bei der Ausfahrt nicht zu weit hinaus schießen zu lassen. Auf der danach folgenden, steilen Erdabfahrt musste man einige verwinkelte Kehren meistern, möglichst ohne wertvolle Sekunden durch ein wegrutschendes Bike zu verlieren.

Einige der interessantesten Einzelstellen waren dann auf Stage 4 zu finden. Diverse Variationsmöglichkeiten gaben hier schon am gestrigen Trainingstag Anlass für viel Fachsimpelei über die schnellsten Lines. Die flüssig zu fahrende, aber längere Außenkurve über das Wurzelfeld oder die risikoreichere Innenlinie über den steilen Felsabsatz? Mit springenden Reifen über die seitlich abfallende Geröllabfahrt oder lieber eine Extrakurve zur tief eingefrästen Erdrinne? Die schnelle recht-links Kurvenkombination oder per beherztem Sprung geradeaus über den scharfkantigen Gesteinsbrocken?

Stage 5 und 6 waren dann wieder weniger technisch, dafür umso schneller. Nacheinander ging es hier erst durch weite, offene Erdkurven, danach mit hohen G-Kräften durch rasante Anlieger. Einige, wahlweiße auch springbare Absätze, eine bei hohem Tempo schwer zu treffende Trailmündung und ein kurzer und knackiger Gegenanstieg sorgten hier für Abwechslung.

Die letzte, sehr tretintensive Stage 7 deckte sich mit dem vom Vortag bekannten Prolog. Mit Hilfe der hier zum Teil gravierend vom Vortag abweichenden Fahrzeiten wurde einigen Teilnehmern die Bedeutung einer sinnvollen Krafteinteilung über den gesamten Rennverlauf klar.

Als nach 33 Kilometern und rund 900 Höhenmetern die letzten Fahrer ins Ziel rollten, konnten die Sieger gekürt werden: Bei den Pro Men sicherte sich der französische Cube Action Team Pilot Nicolas Lau mit einer Zeit von 15:02.51 den Sieg vor Robin Wallner (SWE - W-Racing) und André Wagenknecht (GER - Cube Action Team). Michal Prokop (CZE - Specialized Racing) und Fabian Scholz (GER - Focus Trail Team) teilten sich die Plätze vier und fünf.

Bei den Pro Women konnte Birgit Braumann (AUT - Trek Gravity Girls) der zweitplatzierten Sofia Wiedenroth (GER - AMG Rotwild MTB Racing) knapp 10 Sekunden abnehmen und setzte sich so mit einer Zeit von 18:50.08 an die Spitze. Mitfavoritin Raphaela Richter (GER - Radon Factory Enduro) stürzte in der dritten Stage und musste das Rennen abbrechen. Dritte wurde Sandra Börner (GER - Fahrwerk Farnau) vor Laura Brethauer (GER - Cube Action Team) und Alexa Hüni (GER - Team Centurion Vaude). Bei den Masters fanden sich die üblichen Verdächtigen auf dem Podium, diesmal stand Rüdiger Jahnel (AUT - Specialized-mountainbiker.at) ganz oben vor Benedikt Purner (AUT - O'fetzn Racing) und Reo Heutschi (SUI - gravityunion.ch). Schnellster der Kategorie Amateur Men wurde Michael Meister (GER - Stuttgarter Härte) vor Tobias Müller (GER) und Patrick Jirjahn (GER - HSB Heidenheim). Bei den Amateur Women sicherte sich Stephanie Frankl (GER - WOMB Girlsridetoo.de) den Sieg vor Ilona Halk (GER - MTB Weiber) und Katrin Rahrig (GER).

Nicht nur die Tageswertung sondern auch die Gesamtsieger der Serie wurden in Treuchtlingen entschieden. Hier wurde es in jeder Kategorie nochmal spannend, viele Platzierungen wurden erst mit dem Treuchtlinger Rennen entschieden. So konnte Robert Williams (GBR - UK WTB enduro team) seine Führung knapp verteidigen und sich somit den Seriensieg in der Pro Men Kategorie sichern. Ludwig Döhl (GER - Cube Action Team) konnte sich mit seinem sechsten Platz in der Tageswertung an James Shirley (GBR - Radon Factory Enduro) vorbeischieben, der damit Dritter wurde. Vierter wurde Samuel Shucksmith (GBR - Pro Ride Guides) vor Markus Reiser (GER - Focus Trail Team). Bei den Pro Women ging die Gesamtwertung an Birgit Braumann vor Lorraine Truong (SUI - Norco Leysin) und der diesjährigen Überfliegerin Raphaela Richter.

Knapp ging es bei den Masters zur Sache, hier reichte Benedikt Purner sein zweiter Platz in der Tageswertung für den Seriensieg, gefolgt von Rüdiger Jahnel und Remo Heutschi. Mit komfortablem Vorsprung gewann Tobias Müller die Kategorie Amateur Men vor Oliver Windler und Michael Meister. Gesamtschnellste Amateur Women wurde Stephanie Frankl, Sabrina Morell (SUI) wurde Zweite und Mirjam Wieser (SUI - Freeride-connection.com) Dritte.

Insgesamt kann auf ein erfolgreiches erstes Jahr der European Enduro Series zurückgeblickt werden: Anspruchsvolle Strecken, hochkarätig besetzte Starterfelder und spannende Rennaction sorgten für positives Feedback bei jedem der fünf Stopps. Auch Treuchtlingen als Saisonabschluss konnte mit liebevoller wie professioneller Organisation glänzen und macht bereits jetzt Lust auf die kommende Saison. Weitere Infos und die vollständigen Ergebnisse wie immer unter enduroseries.eu.

 

29.09.2014

 
 

 

In seiner neunten Saison brachte der iXS German Downhill Cup nach fünf Rennen Jasper Jauch und Franziska Meyer als Seriensieger hervor. Mit einem Sieg beim letzten Lauf in Thale sicherten sich beide den Titel der Gesamtwertungsführenden.

Das letzte Rennen des diesjährigen iXS German Downhill Cups brachte noch einmal Raceaction der Extraklasse hervor. Wie üblich traf sich dazu die deutsche Downhillgemeinschaft mit einigen Gästen aus dem Ausland in Thale. 430 Fahrer aus 14 Nationen waren dem Aufruf zum Rosstrappen-Downhill gefolgt und bekamen einmal mehr ein Event geboten, was einem Finale mehr als würdig war. Auch wenn die Strecke nicht zu den krassesten, längsten oder steilsten gehört, Thale ist immer eine Reise wert und nicht zuletzt das ganze Drumherum macht schließlich ein Rennen aus. Unzählige Zuschauer kamen am Sonntag zum Finallauf und die Ausrichter vom SV Bode Bike Thale.V. boten ihnen mit einer 15 m² großen Leinwand mit Livestreckenbildern noch etwas mehr als all die Jahre zuvor.

Aber nun ganz von vorn. Am Freitag zum Offiziellen Training war noch nicht klar, in welche Richtung sich das Wetter wohl bewegen würde. Die Strecke war noch etwas feucht und dadurch teilweise auch etwas rutschig. Aber von Abfahrt zu Abfahrt besserte sich der Zustand des Untergrunds, so dass Schlammreifen wohl eher die Ausnahme waren. Am Samstag konnte sich der Himmel zwar auch nicht so richtig zwischen grau und blau entscheiden, aber eigentlich war der obere Rand des Bildausschnitts auch egal, schließlich hatte man sich auf den Kurs zu konzentrieren. Dieser präsentierte sich mehr oder weniger trocken, bot genug Grip und ließ ordentliche Vollgasaction zu. Etwas wunderlich mutete am Ende des Tages allerdings das Ergebnis an. Nicht die üblichen, stets genannten Favoriten oder zumindest einer der permanenten Seeding Run Protagonisten waren es, die die Pace vorgaben, nein diesmal mussten alle erstmal nachschauen, um wen es sich bei den beiden Tagesschnellsten eigentlich handelte. In der Elite Men Klasse legte Tom Bersselaar (NED - IK-Pictures-Racing) mit 2:54.521 Minuten und einem Vorsprung von 2 Sekunden die Bestmarke fest. Wer das 2013er Ergebnis von Thale noch im Hinterkopf hat, wird aber feststellen, so unbekannt ist dieser Niederländer gar nicht, denn damals stand er bereits mit einem zweiten Platz auf dem Podest. Bei den Elite Women war es Franziska Meyer (GER), die mit sage und schreibe fast 10 Sekunden Vorsprung sich die volle Punktzahl im Seeding Run sicherte und irgendwie in ihrem ersten Elite Jahr gar nicht so schlecht dasteht, auch wenn sie wohl selbst etwas von ihrer Zeit überrascht schien.

Freilich ist das Finale immer etwas Besonderes, hier werden Serienwertungen entschieden, auch wenn dies manchmal ohne das Zutun der Hauptdarsteller passiert. So war es auch diesmal, denn  Jasper Jauch (GER - Liteville), der mit einem komfortablen Vorsprung angereist war, konnte trotz des Auslassens des Seeding Runs mit der Gewissheit ins Bett gehen, dass er am nächsten Tag den Pokal des Seriensiegers überreicht bekommen wird. Seine Rennlaufabstinenz war im Übrigen eine Entscheidung der Vernunft, denn im Lift fiel auf, dass ein wichtiges Bauteil am Rad defekt war und ein Start wohl eher in die Rubrik Lebensmüde gehört hätte. Somit sicherte er sich also den ersten Startplatz seiner Klasse am Sonntag und höchstwahrscheinlich eine sehr lange Zeit im Red Bull Hot Seat. Allerdings bevor es soweit war, waren erst einmal einige andere Klassen am Start.

Wettermäßig gab es nichts auszusetzen, spätsommerliche Bedingungen wurden geboten und somit optimale Verhältnisse für einen der letzten Rennsonntage im Jahr. Los gingen die lizenzierten Wettbewerbe also wie immer mit den Masters. 30 über 30-Jährige waren eingeschrieben, wobei der Serienführende Nino Antic (CRO - Giant Germany) nach seinem Sturz in Ilmenau verletzungsbedingt fehlte. Der Seriensieg war ihm allerdings nicht mehr zu nehmen und so ging es nur noch um die Plätze danach. Markus Bast (GER - Propain Factory Racing) nutzte die Gelegenheit und sicherte sich den Tagessieg und somit mit der vollen Punktzahl den zweiten Platz in der Gesamtwertung. Jelmer Pietersma (NED - Downhill Klupp) wurde Zweiter, gefolgt von Frédéric Abbou (FRA - Bionicon).

In der anschließend startenden U17 Klasse war es Max Hartenstern (GER - MTB-Bande Schatzki), der sich seinen fünften Sieg im Cup sicherte. Seine Zeit von 2:57.111 Minuten hätte in der Elite Klasse für ein Top Ten Ergebnis gereicht. Damit gewann er logischerweise die Serienwertung und irgendwie scheint es, als stehe einer großen Downhillkarriere nichts mehr im Weg. Aber immer schön langsam und nicht die Lust verlieren, der Weg ist lang! Mit dem zweiten Platz konnte Jannik Abbou (GER - Radon Factory Team) das Familienglück perfekt machen, irgendwie klingt es cool, dass Vater und Sohn auf das Podest bei einem Downhillrennen fahren. Dritter wurde Till Ulmschneider (GER - Youngguns), der seine Form nach langer Verletzungspause zurück hat. Im Übrigen waren dies drei Namen, die bereits vor dem Einstieg in die U17 Klasse im iXS Rookies Cup des Öfteren auffielen. Mit Fug und Recht kann also behauptet werden, die Nachwuchsserie trägt Früchte!

Die Klasse der Elite Women war mit nur neun Frauen zahlenmäßig etwas weniger stark besetzt, obwohl es an der Strecke wohl kaum gelegen haben dürfte, schließlich fanden sich in der Women Klasse ohne Lizenz fast 30 Fahrerinnen ein. Nichtsdestotrotz konnte sich Franziska Meyer erneut über die schnellste Zeit freuen und kann auf ein aus ihrer Sicht ziemlich perfektes Wochenende zurück blicken. Durch ihr konsequentes Anhäufen der maximalen Punktzahl und dem nicht gerade perfekt verlaufenen Rennen ihrer stärksten Konkurrentin sicherte sich die 24-Jährige Hildesheimerin ein Vorsprung von genau einem Punkt und kann sich damit Seriensiegerin 2014 nennen. Lisa Schaub (GER - Mulitsport Team Wein) wurde Zweite vor Katrin Karkhof (GER - Pivot Cycles), die damit ihre Chance auf den Sieg in der Gesamtwertung verspielte.

Danach war es dann soweit, Jasper Jauch stand am Start und 2:47.516 Minuten später schon wieder im Ziel. Damit unterbot er die Bestzeit des Vortages um 7 Sekunden und unterstrich damit seine Ambitionen auf den Sieg. Wie zu erwarten war, war es dann erst einmal eine ganze Zeit eher weniger spannend, denn es würden wohl erst am Ende des Startfeldes Fahrer mit der Klasse kommen, die diese Marke unterbieten konnten. Und tatsächlich erst etwa eine halbe Stunde später war es Dave Goris (BEL - Giant Germany), der zumindest in die Richtung dieser Zeit kam, auch wenn noch nicht wirklich nah. Danach war es Daniel Ludwig (GER), der es sich mit immerhin 6 Sekunden Rückstand neben Jauch auf den Hot Seat setzen konnte. Dann kam Christian Textor (GER - Team Bulls), der trotz einer Verletzung an der Hand, eine gute Zeit runterbrachte und erstmal auf Platz zwei gelistet wurde. Anschließend waren es nur noch Joshua Barth (GER - Solid Bikes Factory), Andreas Sieber (GER - Radon Factory Team) und Tom Bersselaar, die noch im Ziel fehlten. Barth kam mit 10 Sekunden Rückstand rein und konnte also gerade noch ein Top Ten Ergebnis einfahren. Anschließend der Zweitschnellste des Vortages und immer als Favorit gehandelte, wenn auch oft im Rennen unterlegene Andreas Sieber, aber auch er schrammte mit über 5 Sekunden an Jauchs Zeit vorbei. Und als eine Minute später Tom Bersselaar immer noch nicht zu sehen war, war klar, Jauch gewinnt, Sieber wird Zweiter und Textor sichert sich mit dem dritten Platz den zweiten Rang des Gesamtklassements.

Damit ging in Thale wieder einmal mit einem standesgemäßen Rennen und einer ebenso standesgemäßen Kulisse, gemeint sind hier vor allem die vielen Zuschauer, die neunte Saison des iXS German Downhill Cups zu Ende. Noch ein iXS Rennen steht aus, diesmal der Abschluss im Schweizerischen Bellwald und dann heißt es mal wieder Off-Season. Weitere Informationen und die vollständigen Ergebnisse gibt es wie immer unter www.ixsdownhillcup.com.    

 

29.09.2014

 
 

 

Die Anmeldung für den Sellaronda HERO 2015 ist geöffnet. Für die Teilnehmer aus dem Ausland stehen laut Reglement 2.000 Plätze zur Verfügung. Wie bereits im vergangenen Jahr ist wieder mit einem veritablen Ansturm im Internet zu rechnen und die Startplätze werden schnell vergeben sein. 

Vom 20. bis 28. Juni 2015 findet in den Dolomiten das HERO BIKE FESTIVAL statt, dessen wichtigster Event, die UCI Marathon Weltmeisterschaften, am Samstag, dem 27. Juni über die Bühne geht. Erwartet werden 5.000 Biker aus 50 Ländern. 

Anlässlich des großen WM Events wächst das Rennen am Fuße der Dolomiten zum HERO BIKE FESTIVAL an: eine ganze Woche (vom 20. bis 28. Juni 2015) mit insgesamt fünf Rennen und einem Rahmenprogramm aus acht weiteren Events, mit Konzerten und Diskussionsrunden zu Tourismus-Themen sowie zahlreichen geführten Radtouren als Entdeckungsreisen zur Schönheit, Geschichte und Kultur der Dolomiten. Die ganze Veranstaltung ist gleichzeitig auch ein umweltfreundlicher HERO GREEN EVENT. Sie erfüllt die Nachhaltigkeits-Kriterien, welche die Provinz Bozen für Veranstaltungen in ihrem Gebiet festgelegt hat.


EINE WOCHE IM ZEICHEN DER WM

Die Woche des HERO BIKE FESTIVALS, zu dem 5.000 Teilnehmer aus 50 Nationen erwartet werden, beginnt am Wochenende des 20. und 21. Juni mit dem HERO XCO auf Monte Pana in S. Christina, bei dem sich die Cross-Country-Experten auf dem Mountainbike messen. Tags drauf geht auf den Dolomitenpässen, die an diesem Tag für den motorisierten Verkehr gesperrt sind, der Sellaronda Bike Day über die Bühne. Donnerstag nachmittags findet in St. Ulrich das spektakuläre HERO XCE Rennen an, während am Freitag, dem 26. Juni, vor der Eröffnungszeremonie die HERO Kids „World Championchip“ startet, bei der man vielleicht schon die (WM-) Champs der Zukunft entdecken kann. In Erwartung des großen Höhepunkts hat das HERO Organisationsteam
unter der Woche außerdem Touren durch die Dolomiten im Rahmen von geführten Bike Touren auf der Seiser Alm, HERO E-Bike Tour und HERO Gourmet Tour im Programm. Zusätzlich wird das Veranstaltungsangebot durch Konzerte und Glamour-Events aufgelockert.
Der Höhepunkt der WM Woche wird am Samstag, dem 27. Juni, mit dem Südtirol Sellaronda HERO erreicht. Genau 4.015 Teilnehmer werden sich am Start drängen, nur einer mehr als bei der Auflage von 2014. Die aktuellen Streckenverläufe erlauben keine höhere Teilnehmerzahl, und die Sicherheit hat beim HERO die allerhöchste Priorität. Den Schlusspunkt der WMWoche setzt schließlich das HERO Enduro Rennen. Dieser neue Stern unter den Mountainbike-Disziplinen wird am Sonntag, dem 28. Juni ausgetragen.


DIE SECHSTE AUFLAGE DES HERO IST WM!

Am Samstag, dem 27. Juni, wird bei der sechsten Auflage des Südtirol Sellaronda HERO, wie gesagt, der Titel des UCI Marathon Weltmeisters verliehen. Das Rennen mit seinen 4.015 Teilnehmern wird von einem Startfeld eröffnet, das für 100 Männer und 50 Frauen aus der Elite-Kategorie reserviert ist, welche die teilnehmenden Nationen repräsentieren und die Crème de la Crème der Langstreckendisziplin weltweit darstellen. Sie messen sich auf den beiden Strecken, die das Dolomiten-Rennen in den letzten Jahren zum Mythos haben werden lassen: die 85-km-Strecke mit einem Höhenunterschied von 4.500 Metern für die Männer, und die kurze, 60-km- Strecke mit 3.400 Höhenunterschied für die Frauen.

 

28.09.2014

 
 

 

Am kommenden Sonntag ist es wieder soweit, mit der 34. Auflage der Braunschweiger Cross Serie startet in Deutschland die neue Cross Saison.

Die (Panther) Cross Serie in Braunschweig ist die älteste Radcross Serie in Deutschland. Die Traditionsveranstaltung fand ihren Ursprung im Winter 1981. Die Idee für diese Serie entstand durch eine Gruppe von Straßenfahrern die keine Lust hatten während des gesamten Winters auf der Straße zu fahren. Das Ausweichen in das Gelände führte zur Entwicklung  dieser Rennserie. Die Fahrer stammten zum größten Teil aus dem Braunschweiger Radsportverein RV Panther von 1911. Zu diesen Fahrern gehörten auch Günter und Michael Berger, die damit die Geburt der Braunschweiger Cross Serie einläuteten. 30 Jahre lang war die Rennserie aufgrund ihres Heimatvereins auch als Panther Cross Serie bekannt. Trotz eines neuen ausrichtenden Vereins, dem RSV Braunschweig 1923, hält sich der Name Panther Cross Serie in den Köpfen der Fahrer und ehemaligen Fahrern.

Die Serie umfasst drei Rennen. Den Auftakt bildet das Rennen in Braunschweig Lehndorf. dabei handelt es sich um einen technischen aber schnellen Rennkurs, der durch einige Bombentrichter dem Fahrer fahrerisches Können abverlangt. Bei diesem Rennen wird seit 1999 der Michael Berger Gedenk Cup in der Elite Klasse ausgefahren. In Gedenken an den 1994 verstorbenen Mitbegründer, der das Rennen selbst sechs Mal in der Elite gewann, wird dort ein Wanderpokal ausgefahren.

Für dieses Rennen haben sich 135 Fahrer aus dem ganzen Bundesgebiet angemeldet. Den Anfang bilden am Sonntag um 11 Uhr die Hobbyfahrer ab 18 Jahre mit fast 40 Meldungen ein ordentliches Fahrerfeld. Das erste Lizenzrennen startet um 12.10 Uhr mit den Masters 3 Fahrern. Wie die Entwicklung in den vergangenen Jahren bereits gezeigt hat, werden in den Masters Klassen, früher Senioren, die Starterfelder immer größer. Mit 25 Fahrern gilt es die 30 Minuten Renndauer zu überstehen. Eine Minute später und erstmals mit einer extra Wertung starten die Masters 4 Fahrer. Ebenfalls im gleichen Rennen um 12.12 Uhr befinden sich die Nachwuchsklassen Jugend U17 und Schüler U15. Leider steht es mit dem Nachwuchs in diesen Rennklassen mehr als schlecht bei nur einer Meldung in der Schülerklasse.

Um 13 Uhr starten die Masters 2 und eine Minute dahinter die Frauenklasse. Die beiden Rennklassen fahren 40 Minuten und mit knapp 25 Meldungen in beiden Klassen zusammen ist auch ein ordentliches Starterfeld auf dem Kurs.

Den Abschluss bildet das Hauptrennen der Eliteklasse um 14 Uhr. Das größte Starterfeld mit 35 Meldungen muss 60 Minuten auf dem Rundkurs absolvieren. Bevor der Sieger des Micheal Berger Gedenk Cups feststeht. Zeitgleich werden auch die Junioren U19 ihr Rennen über 40 Minuten absolvieren, auch hier ist das Meldeergebnis mit fünf Fahrern sehr übersichtlich.

In dem großen Elitefeld stehen einige ehemalige Nationalfahrer und Sieger des Rennens in Lehndorf am Start. Zu den ehemaligen Siegern gehören Fabian Brzezinski (IGAS Wendland), Sven Kuschla (Gunsha KMC-Team) und der Mitveranstalter Sascha Berger (Fahrradkontor CX-Team Hannover). Favoriten auf den Sieg sind außerdem noch der Gesamtsieger der 33. Braunschweiger Cross-Serie Jannick Geisler (Stevens Racing Team) und Toni Bretschneider (ESV Lok Zwickau).

Für das Rennwochenende ist gutes Wetter vorausgesagt. Damit steht einem gelungenen Renntag nichts mehr im Wege.

Die weiteren Termine der Rennserie sind:

Samstag 01.11.2014 der 2. Lauf in Braunschweig Harxbüttel.

Samstag 20.12.2104 der 3. Lauf in Didderse

 

 

27.09.2014