Auf der Extremstrecke starten ab Montagabend insgesamt 13 Athleten und zwei Athletinnen in das Rennen. Sie sind, um den Zieleinlauf kompakt zu gestalten, auf drei Startblöcke aufgeteilt. Das Rennen der Männer ist so offen wie noch nie, gleich fünf Fahrer zählen zu den Titelanwärtern in diesem Jahr. 2018 gewann der Salzburger Franz Scharler das Race Around Austria 1500. Er wagt sich in diesem Jahr erstmals auf die 2.200 Kilometer.

Vor fünf Jahren gewann Marcello Luca das Race Across Italy. Der 45-Jährige siegte außerdem im letzten Jahr beim Race Across France, einem 2.600 Kilometer langen Ultrarennen, das von der Provence an die Atlantikküste im Norden Frankreichs führt. Der Deutsche Rainer Steinberger hat aus dem letzten Jahr noch eine offene Rechnung mit der Extremstrecke rund um Österreich offen. Denn in Vorarlberg musste er wegen Erschöpfung das Rennen vorzeitig beenden. Damals kämpfte er um den Sieg gegen Patric Grüner, der 2019 seinen Titel nicht verteidigt.

Aus österreichischer Sicht gelten der Niederösterreicher Stefan Wagner sowie der Steirer Thomas Mauerhofer als größte Sieganwärter. Die beiden hatten in den letzten Jahren den 48-Stunden-Höhenweltrekord inne, der vor kurzem vom Tiroler Grüner erneut geknackt wurde. Mauerhofer wurde vor drei Jahren schon Vierter in Österreich. Der 41-Jährige startete in den letzten beiden Jahren beim Race Across America. Dort erlitt er bei seinem Debüt eine schwere Verletzung. An zweite Stelle kam er zu Sturz und brach sich das Genick. Im Juni feierte er sein Comeback, musste aber das Rennen vorzeitig aufgeben. Nun misst er sich wieder beim härtesten Radrennen Europas.

Auch zwei Frauen wagen sich auf die 2.200 Kilometer. 2012 und 2013 gewann die Schweizerin Nicole Reist das Race Around Austria. Sie war aber nicht nur in Österreich erfolgreich, sondern gewann schon bei allen großen Ultrarennen der Welt. Zweimal Amerika (2016, 2018), zweimal Frankreich (2018, 2019), Irland (2017) sowie viermal die Tortour in der Schweiz (2014 – 2017) hat die 35-Jährige in ihrer Karriere schon gewonnen. Konkurrenz bekommt sie von einer Landsfrau. Die Tessinerin Valentina Tanzi nimmt erstmals in Österreich teil.

Schon nach weniger als vier Tagen werden die schnellsten Extremfahrer wieder in St. Georgen im Attergau erwartet, wo sie einen speziellen Empfang bekommen werden. Der letzte Kilometer führt traditionell durch die Festzelte des Attergauer Marktfestes, wo die 4.000 Besucher das Spalier für die Finisher bilden und eine einzigartige Atmosphäre im sonst so einsamen Ultrasport schaffen.

Gewinner SOLO Herren:
2009 David Rihtaric (SLO)
2010 Eduard Fuchs (AUT)
2011 Eduard Fuchs (AUT)
2012 Eduard Fuchs (AUT)
2013 Joachim Ladler (AUT)
2014 Christoph Strasser (AUT)
2015 Christoph Strasser (AUT)
2016 Christoph Strasser (AUT)
2017 Markus Hager (GER)
2018 Patric Grüner (AUT)

Gewinnerinnen SOLO Damen:
2010 Hanka Ebertova (CZE)
2011 Trix Zdraggen (SUI)
2012 Nicole Reist (SUI)
2013 Nicole Reist (SUI)
2014 Isabelle Pulver (SUI)
2015 Alexandra Meixner (AUT)
2016 Angela Perin (ITA)
2017 Daniela Genovesi (BRA)
2018 Anna Bachmann (AUT)

Die Schnellsten seit 2009:
Christoph STRASSER (AUT) 3 Tage 12 Std 41 Min*
Patric GRÜNER (AUT) 3 Tage 16 Std 24 Min
Markus HAGER (GER) 3 Tage 19 Std 30 Min
Joachim LADLER (AUT) 3 Tage 21 Std 06 Min
Eduard FUCHS (AUT) 3 Tage 23 Std 02 Min
Simon RUFF (SUI) 4 Tage 00 Std 13 Min
Johann EISENBRAUN (AUT) 4 Tage 02 Std 03 Min
Severin ZOTTER (AUT) 4 Tage 02 Std 14 Min
Jacob ZURL (AUT) 4 Tage 03 Std 20 Min
Michael KOCHENDÖRFER (GER) 4 Tage 3 Std 24 Min

Anna BACHMANN (AUT) 4 Tage 13 Std 31 Min*

 

www.racearoundaustria.at